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16. Tag: Meekatharra - Tom Price (709 km)
Das Outback nach heftigen Regengüssen Wieder strahlend schönes Wetter. Auch heute ist stundenlanges Fahren durch's Outback angesagt. Wir  fahren auf der mit Känguru-Kadavern gesäumten Strasse weiter nordwärts und können unzählige Adler beobachten, die sich an den Kadavern gütlich tun. In Newman machen wir Halt, um einzukaufen. Auf die Besichtigung der riesigen Eisenerzmine verzichten wir (Führungen sind nur am Morgen) und fahren weiter Richtung Tom Price. Die Fahrt dort hin wird ziemlich abenteuerlich. Am Horizont brauen sich allmählich gewaltige Gewitterwolken zusammen und kurz darauf geraten wir mitten in ein Unwetter, so dass die Sicht zeitweise keine 20 m weit reicht. Aber wir fahren zügig weiter, um nicht plötzlich durch einen zu hoch gefüllten Floodway blockiert zu werden. Schliesslich schaffen wir es bis Tom Price und wir installieren uns für eine Nacht auf dem lokalen Campground (A$ 22.-). Wir werden sogar von einem frei herumhoppelnden Känguru begrüsst, dass sich von uns streicheln lässt. Akustisch wird das ganze noch durch laut kreischende Kakadus untermalt.
17. Tag: Tom Price - Nanutarra Roadhouse (577 km)
Das Wetter hat sich beruhigt und es scheint die Sonne. Deshalb beschliessen wir, in den ' Karijini N.P.' zurückzufahren, den wir gestern des schlechten Wetters wegen rechts liegen gelassen haben. Da wir noch eine Tagesetappe vor uns haben, beschränken wir uns auf den 'Circular Pool'. Das letzte Streckenstück ist nicht geteert, aber trotz der schweren Regengüsse von gestern gut befahrbar. Der Abstieg zum Pool ist kurz aber wunderschön. Unten angekommen entledigen wir uns unserer Kleider und nehmen ein erfrischendes Bad im angenehm warmen Wasser und einer fantastischen Kulisse. Am Himmel ziehen bereits wieder Wolken auf und wir brechen wieder auf Richtung Tom Price. Von dort fahren wir via Paraburdoo (auf die kürzere Gravel-Strecke verzichten wir) durch's Outback zum Nanutarra Roadhouse. Unterwegs geraten wir promt wieder in ein gröberes Gewitter und müssen ein paar gefüllte Floodways langsam durchqueren. Dafür begegnen wir ein paar Kängurus und zwei Emus.
Der Campground hinter dem Roadhouse (A$ 17.-) ist sehr einfach und die Toiletten beschreibe ich an dieser Stelle lieber nicht. Na ja, für eine Nacht muss es gehen. Rund um uns herum hängen schwarze Gewitterwolken und daraus blitzt es z.T. horizontal! Zusammen mit dem Abendrot, das gegen die Wolken kämpft, werden wir Zeugen einer fast schon surrealistischen Szenerie - imposant!
Foodway nach Regengüssen
18. Tag: Nanutarra Roadhouse - Exmouth (330 km)
Heute geht's endlich wieder an die Küste. Wir fahren nochmals durch's Outback, diesmal mit mehr Sonne. In Exmouth ist es dann ziemlich heiss. Wir fahren an die Nordspitze der Landzunge, vorbei an riesigen Sendetürmen, die für den Seefunk bestimmt sind (der höchste Mast soll höher sein als der Eiffelturm!). Auf dem 'Lighthouse Campground' buchen wir für eine Nacht (A$ 20.-). Der Besuch an der Beach wird angesichts der Hitze kurz und den Rest des Nachmittags verbringen wir im Schatten mit lesen und faulenzen. Gegen Abend machen wir einen kleinen Spaziergang auf den benachbarten Hügel. Nach Einbruch der Dämmerung wird es interessant. Hier soll es Meeresschildkröten geben, die Nachts an Land kommen, um ihre Eier zu legen. Wir begeben uns also an den Strand und suchen. Und tatsächlich entdecken wir eine Schildkröte, die bereits ihre Eier gelegt hat und sich zurück ins Wasser  schleppt. Etwas später entdecken wir eine weitere Schildkröte, die sich gerade an Land schleppt. Wir beobachten, wie sie sich einen sicheren Platz sucht und ein grosses Loch buddelt. Gegen 23:00 Uhr verlassen wir den Strand, obwohl 'unsere' Schildkröte noch nicht gelegt hat, aber wir wollen die Tiere am Strand nicht weiter stören. Wahrlich, das war ein spezielles Erlebnis!
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Last update: 02.03.2006